Samstag, 3. September 2011

Schon fast 3 Wochen um!!



Blick aus meinem Fenster (Einrichtung unten)

La cancha


La cancha

Tattoos? Gibts im Park!

Cristo de la Concordia darf auch nicht fehlen :)



Unglaublich, fast 3 Wochen sind schon um seitdem wir geflogen sind. Die Reise war wirklich anstrengend und besonders in Santa Cruz wurde es etwas kompliziert, da wir dort neue Tickets abholen mussten und das ein richtiges Tralala war. Aber wir sind sicher und glücklich Aangekommen, wurden nett empfangen und dann gings auch schon mit dem Auto durch die halbe Stadt zur Casa de ninos. Schon die paar Minuten haben mir gezeigt, dass es echt eine ganz andere Welt hier ist. Alles ist anders: Die Straßen, die Autos, die Häuser, die Kleidung der Menschen, die Art zu leben…zwar war mir das von Anfang an klar, aber man muss es echt mit eigenen Augen sehen um es zu realisieren. Cochabamba ist die viertgrößte Stadt Boliviens und dementsprechend ist hier viel los. Die Casa de ninos befindet sich direkt an der Cancha, dem großen Markt, den es hier jeden Tag gibt und der fast einem arabischen Bazar gleicht. Sobald man das Tor öffnet sieht man hunderte von Ständen, an denen man wirklich alles kaufen kann, sei es Kleidung, Schreibwaren, Küchenutensilien, Schuhsohlen, Kuscheltiere oder sogar Waffen (Pistolen werden direkt vor unserer Tür verkauft :D ). Die Cancha selbst ist echt der Wahnsinn. Wenn man dort hindurch geht prasseln tausend Eindrücke auf einen ein. Hier werden 1000 exotische Gemüse- und Obstsorten verkauft, darunter auch viele verschiedene Kartoffelarten- die sogenannten „papas“ sind hier Grundnahrungsmittel. Es gibt aber so viele andere Lebensmittel und überhaupt so viel Kram hier zu kaufen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Alles hier aufzulisten würde wahrscheinlich gar nicht gehen. Was hier auch auffällt sind die vielen Frauen, die an jeder Ecke frisch gepressten Orangen- oder Ananassaft verkaufen und deren junge Kinder oftmals daneben sitzen. Andere wiederum verkaufen frisch gebratene Innereien, die auf den ersten Blick wie graue Nudeln aussehen und hier sehr gern gegessen werden, sodass um diese Stände meist viele Bolivianer sitzen und dort ihre Mahlzeit einnehmen.Hier herrscht so ein Trubel und es ist alles so kunterbunt und aufregend. Allerdings ist die Cancha nicht ohne, eine von uns wurde hier auch schon beklaut, bei den vielen Menschen geht das sehr schnell. Auch ist es relativ dreckig und die Armut hier sehr groß- nicht selten sieht man Bettler im riesigen Müllcontainer nach etwas Essbarem suchen. Überhaupt sieht man oft Mütter, die ihre Kinder mit einem Plastikbecher auf die Straße stellen, damit sie für ein paar Bolivianos für die Passanten tanzen oder singen. Mir bricht es immer wieder das Herz.  Trotz der Armut (vor allem hier in der Ecke) ist Cochabamba eine sehr interessante und aufregende Stadt! Hier kann man eigentlich alles machen, denn es gibt Restaurants, Cafés, Diskos und sogar Fitness-studios. Man kriegt hier immer ein Taxi für 10-15 Bolivianos und der Verkehr ist für uns eher schwer zu verstehen. Was wir aber rausgefunden haben: Wer zuerst hupt, hat Vorfahrt! J Das ist echt immer super witzig, aber als Fußgänger muss man hier aufpassen (wurd schon fast von nem Bus erwischt).Auch steht hier die zweitgrößte Christusstatue der Welt: Christo de la Concordia, die wir natürlich schon besucht haben. Mit einer Gondel ging es rauf und von hieraus hatten wir echt den schönsten Blick über die Stadt. Was meine Arbeit betrifft, so kann ich euch sagen, dass die Einrichtung echt super schön und groß ist und die Kinder hier sehr glücklich sind. Es handelt sich um einen Montessori- Kindergarten für Straßenkinder, also meist die Kinder, die sonst den ganzen Tag mit den Eltern auf der Cancha hocken müssten und nichts lernen würden. Hier gibt es 5 Gruppen à ca. 25 Kinder. Ich bin in der blauen Gruppe mit zwei sehr  netten Bolivianerinnen und betreue 26 Kinder, darunter ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom. Die Kinder sind alle super lieb und auch direkt begeistert von einem, da fühlt man sich natürlich direkt willkommen und sehr wohl. Die Montessori-Pädagogik war für mich etwas ganz Neues und ich finde es wirklich interessant zu sehen, wie schnell die Kinder lernen und wie viel sie schon in ihrem doch sehr jungen Alter können. Hier können sie schon mit 4 oder 5 Jahren richtig gut mit Zahlen und Buchstaben umgehen, was mich wirklich erstaunt hat. Ich arbeite immer von 8-16h und habe Montags Sport und Englisch mit ihnen. Freitags ist hier immer entweder Obst- oder Gemüsetag, da die Kinder lernen müssen, gesund zu essen (sonst gibt’s wohl meist nur Süßkram außerhalb des Kindergartens). Dann bringt jeder eine Frucht oder ein Gemüse mit und wir schneiden es alle gemeinsam und machen darauf etwas Leckeres. Mittags helfen wir natürlich beim Essen mit und füttern die Kleinen, dann werden Zähnchen geputzt. Bisher macht mir die Arbeit auf jeden Fall großen Spaß und Bolivien gefällt mir sehr. Aber wir müssen uns natürlich noch einleben und uns an alles Neue gewöhnen, was bestimmt nicht immer einfach sein wird. Trotzdem freue ich mich auf das Jahr!!

Pour les Francais: C’est incroyable que ma 4ème semaine va commencer bientôt. Le voyage était assez fatigant, surtout à Santa Cruz ou nous devions aller chercher des nouveaux billets. Mais nous sommes arrivées mardi soir à 8h et étions très heureuses (bien sûr!).Tout est différent ici: les rues, les maisons, les vêtements, la manière de vivre. On le savait avant d’arriver mais c’est quand même autre chose quand on le voit de ses propres yeux. C’est vraiment un monde tout à fait différent, surtout où nous vivons: juste à côté de la cancha, le grand marché qu’il y a ici tous les jours. Il resemble beaucoup aux souks arabes et on peut y trouver tout ce que l’on veut. C’est vraiment à voir! Il y a tellement de monde, tellement de choses à voir qu’on ne sait pas où regarder et qu’on oublie tout de suite ce que l’on cherchait. Dès qu’on ouvre notre porte on voit plein de gens qui vendent toute sorte de choses: des chaussures, les outils de cuisine, des vêtements et même des armes! Il y a beaucoup beaucoup de fruits et de légumes éxotiques et bien sûr plusieures sortes de pommes de terre (les „papas“). On voit aussi souvent des femmes qui vendent du jus d’orange ou d’ananas ou d’autres qui font la cuisine sur la place, souvent des tripes cuites que les Boliviens adorent et qui resemblent à des pates. La cancha est vraiment un endroit  intéressant mais il faut faire très attention, une amie s'est déjà fait volé son argent. C’est aussi assez sale et on voit souvent des gens pauvres qui cherchent de la nourriture dans les déchès. La pauvreté se voit presque de partout. Il y a beaucoup de mères qui laissent leurs enfants dans les rues ou parcs pour qu’ils dansent ou chantent pour les passant afin d’obtenir quelques Bolivianos. A chaque fois ca me fait mal de voir ca. Cochabamba est une grande ville donc il y a beaucoup à faire et voir ici, il y a des cafés, bars et discothèques et même des salles de gyms. Nous sommes allées voir la grande statue de Jésu, la Christo de la Concordia, qui est maintenant presque la plus grande du monde. En ce qui concerne mon travail je peux vous dire que la Casa de ninos est vraiment très grande et belle et que je m’y sens bien. Les enfants sont adorables et nous aiment déjà, pour eux nous sommes presque une attraction et ils adorent jouer avec moi. Nous sommes chacune dans notre groupe, moi dans le groupe bleu avec deux Boliviaines vraiment très sympathiques. Nous nous occupons de 26 enfants, dont une petite fille handicapée. La pédagogie qui se pratique dans ce jardin d’enfant est celle de Montessori que je ne connaissais pas avant et qui est vraiment très intéressante. Je trouve incroyable à quel point les enfants apprennent vite et sont déjà capables à écrire et à compter. Tout les lundis je donne un cours de sport et d’anglais aux plus grands et ca me plaît vraiment. Les vendredis les enfant doivent apporter des fruits et des légumes pour qu’ils apprennent à bien se nourrir. A midi nous aidons à leur donner à manger et après à laver les dents. Ca va durer un moment jusqu’à ce que je me sois habituée à toutes ces nouvelles choses et cette nouvelle vie, mais je suis contente de vivre cette experience. A bientôt!